Testberichte

Test in audiovision 07/22

 

„Im Gegensatz zum NZ7, NZ8 und NZ9 arbeitet JVCs neuer 4K-Ein-steiger NP5 noch mit einer herkömmlichen UHP-Lampe. Auf die Bildqualität hat das aber kaum Auswirkungen, auf den Preis hingegen schon.

JVC vervollständigt seine aktuelle D-ILA-Projektoren-Serie mit dem Einstiegsmodell DLA-NP5. Gegenüber den 8K-Laserlicht-Projektoren ist der kleine 4K-Bruder mit 7.000 Euro nicht nur günstiger, sondern neben einer schwarzen Gehäusefarbe auch in Weiß erhältlich.(…)

 

+ native 4K-Auflösung

+ dynamisches Tone Mapping für HDR

+ sehr gute Bildqualität

 

- kein Dolby Vision

 

AV-Fazit: Der JVC DLA-NP5 stürmt mit herausragender HDR-Performance, exzellenter Farbdarstellung und einem umfangreichen Ausstattungspaket in unsere Referenzklasse. Im Vergleich mit den deutlich teureren 8K-Laserlicht-Modellen fallen die Unterschiede in der Bildqualität wesentlich kleiner aus, als es die Preisspannen erwarten lassen.“

Michael B. Rehders

 

Lesen Sie hier den kompletten Test

 


 

 

Test in HDTV 02/2022

 

JVC DLA-NP5B

„Auf dem Papier liefert der DLA-NP5 die gewohnte JVC-Qualität: Die D-ILA-Technologie garantiert eine waschechte 4K-Kinoauflösung mit 4096x2160 Bildpunkten sowie satte HDR-Kontraste. Doch erstmals können Sie diese Vorzüge nicht nur mit Kinobildern, sondern auch mit 4K-120-Hz-Gaming-Signalen genießen. Als klassischer Lampenprojektor arbeitet der DLA-NP5 im niedrigen Lampenmodus flüsterleise, während der hohe Lampenmodus ein hörbares Grundrauschen nach sich zieht. Dennoch sind die Nebengeräusche keinesfalls störend, denn ein hochfrequentes Surren haben Sie nicht zu befürchten. JVC ist mehr denn je darum bemüht, eine optimale Balance bei der Bildwiedergabe zu erreichen. Deshalb sind es nicht die reinen Zahlenwerte hinsichtlich der Bildhelligkeit oder Schwarzdarstellung, die uns am meisten beeindrucken, sondern die meist fehlerfreie, fast schon analoge Darstellungsweise. Nebeneffekte wie Glanzlichter an kontrastreichen Pixeln oder False-Contour-Effekte sind beim DLA-NP5 fast bis zur Unkenntlichkeit minimiert und auch ein Pixelrauschen tritt nur in ganz wenigen Graustufen wahrnehmbar in Erscheinung. Dank Einsatz dreier D-ILA-Panels müssen Sie auch keine Nebeneffekte wie Farbblitzer fürchten.
 

HDR-Detailversessenheit

Die adaptive HDR-Nachbearbeitung des DLA-NP5 sorgt mit HDR10-Quellen dafür, dass extrem dunkle HDR-Sequenzen gut erkennbar bleiben und sehr helle HDR-Details ohne Detailverluste dargestellt werden können. Der Projektor greift hier maßgeblich auf die HDR-Metadaten des Eingangssignals zurück und ermöglicht durch zahlreiche Bildeinstellungen eine Feinjustierung gemäß dem Dynamik-umfang der Quelle. (…)
 

Gaming mit PS5 und Xbox Series X

Mit gleich zwei HDMI-2.1-Eingängen ist der DLA-NP5 ein exzellenter Spielpartner für Next-Gen-Videospielquellen. Die Eingabeverzögerung des DLA-NP5 lässt sich innerhalb der Bewegungssteuerung deutlich minimieren, indem die kurze Latenzzeit aktiviert wird. Bestwerte im Bereich Großbildgaming erzielt der DLA-NP5 mit 4K-120-Hz-Signalen, denn hierbei erreicht die Bewegtbildschärfe mit 120-FPS-Games eine sehr gute Qualität und die Eingabeverzögerung wird im Vergleich zu einer 60-Hz-Signalzuspielung noch einmal spürbar reduziert. (…)
 

High-End-Türöffner

Der gewaltige Projektor DLA-NP5 macht es einfach, XXL-Bilder im Wohnzimmer oder Heimkino auf die Leinwand zu werfen: Zoom, Fokus und der große Lens-Shift-Bereich lassen sich bequem über die Fernbedienung steuern und gleich 10 Speicherbänke dienen dazu, dass Bild auf Knopfdruck optimal auf der Leinwand auszurichten. (…)

Noch bessere Schwarzwerte, noch höhere Bildhelligkeiten und eine noch schärfere Abbildung erfordert meist einen stattlichen Aufpreis. Auch wenn der DLA-NP5 nicht die identische Bildqualität eines NZ7 erreicht, so liefert er ein derart hohes Qualitätsniveau, dass der Wunsch nach noch mehr kaum aufkommen dürfte. Wer nach der richtigen Eintrittskarte in den High-End-Projektionsmarkt sucht und neben Film- und Streaming-Signalen auch Videospiele in exzellenter Bildqualität darstellen möchte, der findet im DLA-NP5 den passenden Spielpartner. Der Einsatz klassischer Lampentechnik mag im Laserprojektionszeitalter antiquiert erscheinen, doch die einfache und günstige Auswechslung des Leuchtmittels vermittelt das gute Gefühl, dass der DLA-NP5 auch auf lange Sicht seine exzellente Bildqualität beibehält.“

Christian Trozinski, Redaktion HDTV

     

 

 

Test vom 11.2.2022 auf lowbeats.de

 

JVC DLA-NP5

„Mit dem Erscheinen des JVC DLA-NP5 vervollständigt JVCKENWOOD nun seine komplett überarbeitete NZ-Serie. Das vierte und kleinste Modell hat dabei durchaus eine Besonderheit: Denn während die „NZ“-Geschwister einen Laser/Phosphor-Hybrid als Lichtquelle verwenden (…) kommt im jetzt vorgestellten DLA-NP5 die konventionelle, bewährte Lampentechnik der Vorgänger zum Einsatz. Das aber tat seinem extrem überzeugenden Auftritt im LowBeats Heimkino keinen Abbruch. (…)

Messtechnisch schlägt sich der JVC DLA-NP5 erwartungsgemäß sehr gut. Auf D65 (6504K) kalibriert, kamen 1.260 Lumen in geringer und 1.930 Lumen in hoher Lampenstufe aus dem Testmuster. Das ist die Größenordnung, die bisher der DLA-N7 lieferte – also das größere Modell. Der Kontrast lag mit 22522:1 erstaunlich hoch und auch von den gefürchteten aufgehellten Ecken zeigte unser Testmuster praktisch nichts. Dank Lampe und trotz fehlendem Cinemafilter erreichte der NP5 nativ knapp 91% des DCI-Farbraums. (…)

Wie schon im Labor festgestellt, unterschieden sich die beiden auch auf der Leinwand praktisch nicht. Da scheint der DLA-NP5 das Niveau des größeren Vorgängers locker zu erreichen und damit seinen direkten Vorgänger DLA-N5 dezent abzuhängen. Schwarz und Helligkeit der zwei Probanden gaben sich praktisch nichts – weder in hoher noch geringer Lampenstufe. Fast schon im Gegenteil, allerdings hat die Lampe meines N7 bereits über 700 Arbeitsstunden hinter sich.

Jedoch gewinnt der DLA-NP5 ganz eindeutig in den Punkten Plastizität und Tiefenwirkung – was eindeutig auf die Verbesserungen beim In-Bild-Kontrast zurückzuführen ist. Am drastischsten merkt man das bei Bildern mit wenigen, sehr hellen Anteilen und größeren dunklen Flächen. So hat ein typischer Nachspann beim DLA-N7 mit weißer Schrift auf Schwarz einen dezenten Halo um die Lettern; beim DLA-NP5 ist davon nichts zu sehen.

Bemerkbar macht sich das vor allem bei HDR-Wiedergabe. Der Neue liefert mit seinem potenteren Prozessor und abermals verbessertem Frame Adapt HDR sowie Kino Optimiererein knackigeres, farbstärkeres Bild. Dabei gibt es dunklere Schatten, die trotzdem mehr Durchzeichnung ohne Übersteuerungseffekte bieten.

Fazit JVC DLA-NP5: mehr als nur ein Nachfolger

Da haben die JVC Entwickler wirklich an den richtigen Stellen gearbeitet. Gegenüber dem Vorgänger DLA-N5 hat der JVC DLA-NP5 an allen wichtigen Stellen (und in fast allen Kritikpunkten) signifikant gewonnen: eine höhere Bandbreite (HDMI 2.1 mit 48GBit/s), einen besseren Kontrast (und damit mehr Schärfe und Plastizität im Film), ein verbessertes Schwarz und die höhere Lichtausbeute bis fast 2.000 Lumen. Selbst die HDR-Wiedergabe konnte nochmals zulegen. Gestiegen sind nur das Gewicht und der Preis

Machen wir es kurz: Wer nicht heute schon 8K-Auflösung benötigt, kann hier getrost zugreifen. Sogar die 120Hz für die Gamer stecken schon drin. Und gegen die ausgereifte Lampentechnik ist auch nichts einzuwenden. Die Botschaft des NP5 lautet: Es muss nicht unbedingt ein Laser sein. Gefordert sind ehrliche, klare Bilder, technisch für alle Quellen gewappnet. So macht Heimkino Spaß. Film ab!“

Raphael Vogt, Redaktion lowbeats

   

 

ausführliche Informationen über den DLA-NP5